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ZEHN RASSEN STEHEN ZUR WAHL

Es ist wieder soweit, in Kürze startet die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres, die auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wird. Hierfür wurde auch diesmal wieder eine gesonderte Internetseite eingerichtet, die unter "www.rassedesjahres.zdrk.de" erreicht werden kann.

Zur Wahl stehen die jeweils mit einer Kurzbeschreibung und einem Foto unten aufgeführten zehn Rassen.

Ablauf der Wahl

Die Wahl läuft von Montag, 6. Februar, bis Mittwoch, 29. Februar, dieses Jahres.

Gewählt werden kann entweder per Post über die Fachpresse, Redaktion "Kaninchenzeitung", HK-Verlag, Dirk Wortmann, Redaktionsbüro Reutlingen, Burkhardt + Weber-Straße 69, 72760 Reutlingen (Datum des Poststempels ist entscheidend) oder über die Internetplattformen (Wahl im Internet bis 0 Uhr).

Die Internetplattformen, die diese Aktion unterstützen bzw. mitgestalten, setzen einen Banner auf ihre Homepage, der auf die Aktion hinweist.

Um zu verhindern, dass von einem Wähler mehrfach abgestimmt wird, ist für die Wahl über das Internet die E-Mail-Adresse entscheidend, über die jeweils nur einmal abgestimmt werden kann. Alle Stimmen, die über das Internet abgegeben werden, laufen beim Webmaster des ZDRK, Michael Lederer, zusammen. Nach Ende der Aktion werden die abgegebenen Stimmen sowohl in der Redaktion der Fachpresse als auch vom Webmaster des ZDRK ausgezählt. Nachdem das Ergebnis in der Fachpresse veröffentlicht wurde, wird dann zeitgleich auch von den Internetplattformen das Ergebnis bekannt gegeben.

Öffentlichkeitsarbeit nach innen und nach außen

Die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres ist fast schon zur Tradition geworden und das Ergebnis soll auch in diesem Jahr wieder verstärkt zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Das Rassekaninchen des Jahres soll nicht nur eine Öffentlichkeitsarbeit nach innen, sondern auch wieder nach außen sein. Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Ergebnisses in der Fachpresse und auf den Internetseiten wird die gewählte Rasse an die Medien gegeben (z.B. Deutsche Presseagentur, Redaktionen von Fachzeitschriften für Hobbytiere, Rundfunk- und Fernsehredaktionen usw.). Hierdurch soll auch in diesem Jahr wieder intensiv Werbung für die Rassekaninchenzucht auch außerhalb der Rassekaninchenzüchter gemacht werden, um die Akzeptanz für unser Hobby weiter zu erhöhen bzw. um auch eventuell neue Mitglieder für die Organisation zu gewinnen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass nicht der ZDRK das Rassekaninchen des Jahres festlegt, sondern diese Rasse von einer sehr breiten Mehrheit gewählt wurde. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass neben der Fachzeitung "Kaninchen" auch die großen Internetplattformen diese Aktion wieder unterstützen. Der Termin für die Wahl wurde auch bewusst so gelegt, dass die Veröffentlichung des Ergebnisses in der Fachzeitung und in den Internetportalen noch rechtzeitig vor Ostern erfolgen kann und somit auch von den örtlichen Kaninchen-/Kleintierzuchtvereinen entsprechende Werbeaktionen in der Lokalpresse rund um Ostern möglich sind. Erfahrungsgemäß sind die Redaktionen der Lokalpresse um diese Zeit recht sensibel für die Rassekaninchenzucht und auch an Texten und Fotos rund um unser Hobby interessiert.

Nachdem in der Vergangenheit die weniger gezüchteten aber auch schon die "starken" Rassen im Vordergrund standen und immer versucht wurde, eine Vielzahl von Farben und Typen unserer Kaninchen zur Auswahl zu stellen, wurden in diesem Jahr vom ZDRK-Referenten für Schulung und Zuchtwesen, Bernhard Große, Kaninchenrassen aus dem Bereich der Zuchtgruppenklasse 3 ausgewählt. Diese werden als Abzeichenrassen bezeichnet und zeigen insbesondere die genetische Vielfalt der Farbanlagen der anerkannten deutschen Rassekaninchen und bereichern mit ihrem Aussehen viele Ausstellungen des ZDRK.

Entwürfe für die Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden Rassen wurden auch in diesem Jahr wieder vom "RKZ-Forum" beigesteuert. Von hier stammt auch der Aktions-Banner, der sowohl auf der Internet-Sonderseite als auch hier in der Fachzeitung und in den Internetportalen veröffentlicht wird. Die entsprechenden Fotos kommen von der Redaktion des HK-Verlages. ZDRK-Webmaster Michael Lederer hat wieder die Feinarbeiten übernommen und schaltet zum Start die Online-Formulare zur Wahl auf der gesonderten Homepage frei. Hier wird dann auch ein Pressetext für alle Internetportale bereitgestellt

Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden Kaninchenrassen

 
 
Die Kandidaten:

Große Marderkaninchen, braun

Diese im ehemaligen Ostblock herausgezüchtete Rasse mit einem Normalgewicht von über 4,0 kg ist züchterisch reizvoll. Bedingt durch die Spalterbigkeit dieser Rasse liegt der Anteil ausstellungsfähiger Tiere etwa bei 50 Prozent. Die Abzeichen bestehen aus einem ca. acht bis zehn Zentimeter breiten Streifen auf dem Rücken, einer dunklen Maske, dunklen Ohren, Läufen und Blume und zur Aufhellung befindet sich ein "Marderkreuz" am Ohrenansatz.

Kalifornier, schwarz-weiß

Wie der Name schon sagt kommt diese Rasse aus Kalifornien. Seit 1923 wurde sie dort als reine Wirtschaftsrasse erzüchtet. Diese frohwüchsige Rasse, die zu den Teilalbinos gehört, hat ein Normalgewicht von über 4,0 kg. Durch die schwarz gefärbten Ohren, der "Maske", den Läufen sowie der Blume in Verbindung mit den roten Augen sehen diese Tiere sehr apart aus, haben in Züchterkreisen jedoch keine weite Verbreitung gefunden.

Weißgrannen, blau

Diese recht junge Rasse stammt aus Thüringen, wo 1951 in Gera die ersten Tiere der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Mittlerweile hat diese Rasse mit einem Normalgewicht von über 3,5 kg einen festen Platz bei unseren Schauen. Durch die interessante Kombination aus einem glänzenden Fell und klar abgegrenzten Abzeichen sind sie auf vielen Schauen ein Zuschauermagnet.

Thüringer

Diese Rasse hat ihren Ursprung in Thüringen. Bereits in den 1890-er Jahren begann die Entwicklung, um 1900 gab es dann die ersten Tiere, die ein "gemsfarbiges" Haarkleid zeigten. Heute sind die Thüringer eine häufig zu sehende Rasse, deren Normalgewicht über 3,5 kg liegt. Das Interessante dieser Rasse ist die Kombination der gelbbraunen Deckfarbe in Verbindung mit dem dunkelbraunen Grannenhaar und den rußartigen Abzeichen.

Rhönkaninchen

Dieses kleine Kaninchen mit einem Normalgewicht von über 2,75 kg hat eine gut ausgeprägte Kopfform und besticht vor allem durch seine birkenstammähnliche Farbe. Die Zeichnung aus Flecken, Streifen und Spritzern sollte möglichst gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein. Anfang der 1970-er Jahre begann die Erzüchtung in Deutschland, seit 1981 waren sie in Ostdeutschland, seit 1986 in Westdeutschland zugelassen. Heute sieht man regelmäßig sehr gute Rassevertreter auf unseren Schauen.

Lohkaninchen, havannafarbig

Die Ursprungstiere der Lohkaninchen sind in den 20-er Jahren aus England eingeführt worden. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg fing die Rasse an zu boomen. Heute sind die Lohkaninchen weit verbreitet und in hervorragender Qualität zu bewundern. Die kleine Rasse mit einem Normalgewicht von über 2,5 kg imponiert durch die Farbenkombination aus der eigentlichen Farbe, dem Havanna, und den lohfarbigen Abzeichen an Kopf, Rumpf sowie Bauch.

Marderkaninchen, blau

Marderkaninchen in Deutschland haben ihren Ursprung im Hamburger Raum. Dort wurden um 1920 Jungtiere entdeckt, die diese Abzeichen der Marder getragen haben. Diese züchterisch anspruchsvolle Rasse mit einem Normalgewicht von über 2,5 kg ist selten verbreitet. Die Abzeichen bestehen aus einem ca. acht Zentimeter breiten Streifen auf dem Rücken, dunklen Ohren, einer dunklen Maske und zur Aufhellung ein "Marderkreuz" am Ohrenansatz.

Siamesen, gelb

Bereits Friedrich Joppich berichtete über diese kleine Rasse mit einem Normalgewicht über 2,5 kg, die Ähnlichkeit mit der Farbe der Siamkatze hat. In Deutschland wurde jedoch erst in den 1970-er Jahren ernsthaft von Joachim Kapp mit dieser Rasse gezüchtet. Die Deckfarbe der Siamesen gelb ist im Bereich der Abzeichen hellgelblich mit einem rußigen Anflug. Außerhalb der Abzeichen soll die Farbe möglichst hell sein. Die Ohren, Maske, Läufe sowie die Blume sind dunkel.

Russen, blau-weiß

Bereits 1857 wurden Russenkaninchen erstmalig erwähnt. Die Einstufung der Rasse als Sportrasse 1938 brachte einen schweren Rückschlag. Noch heute ist diese kleine Rasse mit einem Normalgewicht über 2,25 kg im blau-weißen Farbenschlag recht selten. Die Abzeichen der Russen bestehen aus den blauen Ohren, der Maske, den Läufen sowie der Blume. Die Grundfarbe ist ein glänzendes Weiß.

Farbenzwerge, lohfarbig schwarz

Diese Zwergrasse mit einem Normalgewicht von über 1,1 kg in Verbindung mit den lohfarbigen Abzeichen und der glänzend schwarzen Farbe ist auf unseren Rassekaninchenschauen ein Besuchermagnet. Interessant ist es, den Zwergkaninchentyp in Verbindung mit der Lohfarbe zu züchten.

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